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Im Zeitraum von 4.1. bis 15.1. 2016 fand meine 2-wöchige Kurzzeitpraxis am Österreichischen Gymnasium Prag statt.
Ich habe in meiner eigenen, täglichen Unterrichtsarbeit sehr viel mit Schülern mit Migrationshintergrund zu tun und auch bereits Erfahrungen beim bilingualen Unterrichten (Englisch-Deutsch) gesammelt und wollte neue Anregungen und Kenntnisse erwerben, wie an den österreichischen Auslandsschulen Kinder und Jugendliche mit nicht-deutscher Muttersprache unterrichtet werden.

Das Kennenlernen, sowie der Vergleich unterschiedlicher Unterrichtsmethoden und der Austausch mit Kollegen, die am OEGP unterrichten, sowie auch den Schülern, stellten eine große Motivation für mich dar.

Der Aufenthalt in Prag umfasste folgende Ziele

  • Intensives Kennenlernen des österreichischen Auslandsschulwesens
  • Einführung in die Gegebenheiten der Tschechischen Republik
  • Ein (noch) tieferes Verständnis für die Arbeit mit nicht-muttersprachlischen Schülern in deutscher Sprache (Deutsch als Fremdsprache)
  • Interkulturelle Kommunikation mit LehrerInnen und SchülerInnen (Erfahrungsaustausch)
  • Kennenlernen organisatorischer Abläufe und pädagogischer Konzepte in den österreichischen Auslandsschulen (Job-Shadowing)
  • Unterrichtssequenzen: Halten einzelner Unterrichtssequenzen in Absprache mit den Lehrkräften in Prag
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch mit österreichischen und tschechischen KollegInnen über das Unterrichten im interkulturellen Umfeld

Die (für mich) interessantesten Punkte des österreichischen Auslandsschulwesens am OEGP waren

Die intensive Vorbereitung in den ersten beiden Klassen des OEGP mit 8 Stunden intensivem Deutschunterricht wöchentlich trägt in den oberen Klassen Früchte durch die hervorragenden Deutsch- und Englischkenntnisse der Maturanten
Ein neues Gebäude ist ein zusätzlicher Anziehungspunkt für eine beträchtliche Gruppe von Schülern. Es gibt mit einer Mensa, einer Bibliothek, hervorragend ausgestatteten Unterrichtsräumen…eine sehr gute Infrastruktur vor Ort.

Auf Grund der überschaubaren Größe der Schule gibt es ein sehr konstruktives und enges Miteinander von Schülern, Lehrern und Eltern.

Die Kollegen, die am OEGP unterrichten sind sehr motiviert und engagiert und kümmern sich sehr eingehend um die Anliegen der Schüler.

Die Schülerstruktur am OEGP unterscheidet sich stark von der Schülerstruktur einer normalen Wiener Schule.

Das OEGP bietet seinen Schülerinnen und Schülern ein sehr vielfältiges Angebot, wie z.B. Wien-Woche, Schikurse, Sprachaufenthalte, Wettbewerbe (Sportwettbewerbe, Mathematikwettbewerbe, Sprachwettbewerbe…).

Das Schulleben am OEGP ist sehr vielfältig und durch diverse Veranstaltungen geprägt. Ich konnte dabei auch an den „Prager Gesprächen“ mit Minister Jiri Dienstbier teilnehmen.
Die Direktion hat andere Zwänge, als eine normale österreichische Direktion, da sie zwischen zwei Schulsystemen steht und somit auch zwei unterschiedlichen Ministerien mit unterschiedlichen Vorgaben und Herangehensweisen unterstellt ist. Andererseits gibt es dadurch, dass man zwischen zwei Systemen steht auch eine höhere Flexibilität, bei der man Vorteile aus beiden Systemen kombinieren kann.
In einem speziellen Job-Shadowing wurden die Unterschiede zwischen den beiden Schulsystemen eingehend erläutert

Ich möchte mich bei allen Personen, die zum Zustandekommen dieser zweiwöchigen Auslandspraxis am Österreichischen Gymnasium Prag beigetragen haben, sehr herzlich bedanken.
Dabei möchte ich besonders Frau Direktor Mag. Isabella Benischek, Frau OStr. Mag. Susanne Reif-Breitwieser, Frau Mag. Silvia Neumayer, Herrn Mag. Hannes Rechberger, Herrn Mag. Mathias Sajovitz vom OEGP, Herrn Direktor Mag. Dieter Wlcek vom International Business Colleg Hetzendorf (BHAK Wien 12), Frau Hanna Malhonen vom Bundesministerium für Unterricht und Frauen, sowie die Damen und Herren von der Nationalagentur für lebenslanges Lernen hervorheben und mich für die gute Zusammenarbeit bedanken.

© Alle Fotos: Nikolaus Kradjel